
Alte Liebesbriefe, Urkunden, Poesiealben oder Tagebücher, geschrieben in Sütterlin oder Kurrent, können nur noch wenige Menschen lesen. In der „Ehrenamtlichen Sütterlinstube im Hospital zum Heiligen Geist“ gibt es die Experten für altdeutsche Schriften. Sie übertragen Ihnen die Schriftstücke in lateinische Buchstaben und erhalten diese zur Freude jüngerer Generationen.
Für viele Senior*innen ist die Sütterlinschrift ihre in der Schule erlernte Schreibschrift. Eine Schrift, die nach und nach in Vergessenheit geriet und mit ihr auch viele Briefe, Dokumente und Schriften aus früheren Zeiten.
Von einem Bewohner des Hospitals zum Heiligen Geist im Jahr 2002 gegründet, zählt die Sütterlinstube heute zwölf Mitglieder. Die Schriftexperten um Leiter Helmut Kramp erhalten ihre Aufträge aus ganz Deutschland. Die Menschen, die sich an die ehrenamtliche Gruppe der Sütterlinstube wenden, vertrauen ihnen ihre Dokumente und Schätze wie Poesiealben, Kochbücher, Reiseberichte und Briefe an. Durch die Übertragung in lateinische Buchstaben bleiben Zeitzeugnisse erhalten und werden für jüngere Generationen wieder lesbar.
Die Übertragung erhalten die Auftraggeber je nach Wunsch in lateinischer Handschrift oder computergeschrieben. Sie erfolgt auf Spendenbasis. Durch rund 300 Aufträge in den letzten sechs Jahren konnte eine fünfstellige Summe zugunsten der Curator-Stiftung für das Hospital zum Heiligen Geist entgegengenommen werden.
Bei Interesse an einer Schriftübertragung oder auch an einer ehrenamtlichen Mitarbeit wenden Sie sich gerne an Helmut Kramp, Leiter der Sütterlinstube, Tel. 040 – 597901, Email mail@helmut-kramp.de
