In der Praxis: Der neue Hamburg-Standard

Im Wilhelmsburger Rathausviertel wird der neue Hamburg-Standard erstmals in der Praxis angewendet, Rendering: IBA Hamburg
Im Wilhelmsburger Rathausviertel wird der neue Hamburg-Standard erstmals in der Praxis angewendet, Rendering: IBA Hamburg

Das Wilhelmsburger Rathausviertel wird Modellquartier für den neuen Hamburg-Standard. Durch angepasste Baustandards, eine gezielte Materialauswahl und optimierte Bauprozesse sollen die Baukosten deutlich gesenkt werden, ohne Einbußen auf gute Qualität und Nachhaltigkeit.

Die von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) ins Leben gerufene „Initiative kostenreduziertes Bauen“ verspricht wesentliche Kosteneinsparungen im Wohnungsneubau. Am 10. Februar 2025 stellten Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein zusammen mit Vertreter*innen der Initiative ihre Ergebnisse vor.
Über 200 Fachleute und Entscheidungsträger*innen aus öffentlicher Hand und Privatwirtschaft haben ein Jahr lang an dieser wegweisenden Initiative gearbeitet, die nun als Modell für weitere Städte dienen könnte.

Kosteneinsparung bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter
Die Initiative hat bedarfsgerechtere Baustandards, effizientere Prozesse und Optimierungsmöglichkeiten in den Verfahren ermittelt, die die Baukosten um bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter senken können. Der neue „Hamburg-Standard“ zielt darauf ab, zentrale Kostentreiber zu identifizieren und durch rechtssichere Alternativen sowie verbesserte Verfahrensansätze Baukosten um über ein Drittel zu reduzieren. Diese Entwicklung soll langfristig bezahlbaren Wohnraum fördern und gleichzeitig die Bauqualität sichern.

Das Wilhelmsburger Rathausviertel der IBA Hamburg soll als Modellquartier dienen, um die Instrumente des Hamburg-Standards umfassend in der Praxis zu erproben und wissenschaftlich zu begleiten. Bauherren, Investoren und Planende erhalten dort künftig eine kontinuierliche Beratung zur Umsetzung und Implementierung des Hamburg-Standards für ihre Bauprojekte. In dem neuen Stadtteil entstehen Wohnungsneubauprojekte mit rund 1.900 Wohneinheiten, Studierendenwohnungen, Gewerbeflächen, Sporteinheiten und Kindertagesstätten.

Die Umsetzung im Modellquartier wird kontinuierlich evaluiert und dokumentiert, um Erfahrungen zu sammeln, Optimierungspotenziale zu identifizieren und die Übertragbarkeit auf weitere Projekte für eine nachhaltige Stadt von morgen zu sichern.

Mehr erfahren Sie unter www.bezahlbarbauen.hamburg

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