Lebendiger Austausch zum Thema „Service-Wohnen“

Konstruktiver Austausch am 20. Januar 2026 beim HaBüWo Runden Tisch "Servicewohnen - Herausforderungen in der Zusammenarbeit"
Konstruktiver Austausch am 20. Januar 2026 beim HaBüWo Runden Tisch "Servicewohnen - Herausforderungen in der Zusammenarbeit"

Am 20. Januar 2026 lud das Hamburger Bündnis für Wohnstifte zu einem Runden Tisch in den Amalie Sieveking-Saal ein. Vertreterinnen der Wohnstifte kamen mit Akteurinnen aus Sozial- und Stadtentwicklungsbehörde, dem Bezirksamt Eimsbüttel sowie dem Amtsgericht Altona zusammen, um sich zu aktuellen Herausforderungen der Zusammenarbeit im Service-Wohnen auszutauschen. Moderiert hat die Runde Christina Baumeister, Geschäftsführerin der Alida Schmidt-Stiftung u.a.

Service-Wohnanlagen bieten bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum, fördern Teilhabe und ermöglichen Wohnen im Quartier auch bei steigendem Pflegebedarf. Gleichzeitig stehen sie vor wachsenden Herausforderungen.

In ihrem Impuls beleuchtete Susanne Kohler (Sozialbehörde) die Bedeutung dieser Wohnform für Hamburg und zeigte auf, wie sich die Bewohnerschaft verändert hat: Fast die Hälfte ist heute 80 Jahre oder älter. Themen wie Betreuungspauschalen, Barrierefreiheit, Denkmalschutz und Grundsicherung wurden dabei deutlich.

Erfahrungen aus der Praxis

Es folgten drei Praxisbeispiele aus Sicht der Service-Einrichtungen: Nicole Prosser (Wilhelm Carstens Gedächtnis-Stiftung) teilte ihre Erfahrungen zum Thema Grundsicherung. Frances Wernecke (Wilhelm Leuschner Seniorenzentrum) sprach über das Thema Wohngeld bei ihren Mieter*innen. Maik Greb (Hartwig-Hesse-Stiftung) beleuchtete das Thema Betreuungsverfahren und die Hürden bei der Bestellung rechtlicher Betreuerinnen, der Betreuungsintensität und -qualität sowie bei der Betreuung nach dem Tod der betreuten Person.

Fachliche Einordnungen aus Verwaltung und Justiz vertieften die Diskussion: Zum Thema Grundsicherung sprach Nina Kromm (Bezirksamt Eimsbüttel), zum Thema Wohngeld Dr. Frank Hinrichs (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und zu den Betreuungsverfahren Wolfgang Rußer (Amtsgericht Altona).

Der offene Austausch im Plenum brachte neue Erkenntnisse, erste Lösungsansätze und nächste Schritte hervor. Die transparente Diskussion schärfte das Problembewusstsein für die jeweils andere Seite, schuf Verständnis und eröffnete neue Perspektiven bei allen Beteiligten.

Vielen Dank allen Teilnehmenden für diesen gemeinsamen Austausch!

Interessierte Wohnstifte-Vertreter*innen im Gespräch mit den Akteurinnen aus Sozial- und Stadtentwicklungsbehörde, dem Bezirksamt Eimsbüttel sowie dem Amtsgericht Altona
Interessierte Wohnstifte-Vertreter*innen im Gespräch mit den Akteurinnen aus Sozial- und Stadtentwicklungsbehörde, dem Bezirksamt Eimsbüttel sowie dem Amtsgericht Altona
Maik Greb, Vorstand der Hartwig-Hesse-Stiftung (2.v.r.), spricht zum Thema "Betreuungsverfahren" aus Sicht der Wohnstiftungen
Maik Greb, Vorstand der Hartwig-Hesse-Stiftung (6.v.r. im Bild), spricht zum Thema "Betreuungsverfahren" aus Sicht der Wohnstiftungen
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