
Mit einem feierlichen Senatsempfang im Hamburger Rathaus hat Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher die Hartwig-Hesse-Stiftung am 05. Mai 2026 für ihr 200-jähriges Bestehen und ihr kontinuierliches soziales Engagement für die Stadt Hamburg in hohem Maße gewürdigt. Mehr als 230 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und dem sozialen Sektor folgten der Einladung.
In seiner Ansprache würdigte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher die besondere Rolle der Stiftung, die seit zwei Jahrhunderten Verantwortung für ältere Menschen übernimmt und damit einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Hamburg leistet. Der Festakt im Großen Festsaal bot zugleich einen Rückblick auf die Geschichte der Stiftung sowie einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen in Pflege und Altenhilfe.
Vorstand Maik Greb führte als Moderator durch den Abend und setzte in Gesprächen mit Mitarbeitenden und Bewohnenden wichtige Impulse zu Gemeinnützigkeit und zur zukünftigen pflegerischen Versorgung. Anschließend brachte Kristin Alheit als Vorständin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ihre sozialpolitische Perspektive auf die aktuellen Herausforderungen in der Pflege ein.
Kontinuierliches Engagement und Weiterentwicklung
Kuratoriumsvorsitzende Annette Teichler betonte in ihrer Rede den Stolz auf die Entwicklung der Stiftung und würdigte insbesondere das jahrhundertelange ehrenamtliche Engagement der Kuratorien, die die Stiftung auch durch Krisenzeiten, zwei Kriege und Umbrüche sicher geführt haben. Sie hob zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung der Stiftung sowie den großen Einsatz der Mitarbeitenden hervor. Ebenso dankte sie den Bewohnerinnen und Bewohnern, die Veränderungen etwa durch Umzüge und Bauphasen engagiert mittragen.
Für den musikalischen Rahmen sorgten der Hamburger Künstler Stefan Gwildis und Pianist Tobias Neumann. Der Heaven Can Wait Chor begeisterte das Publikum mit einer energiegeladenen Darbietung und unterstrich eindrucksvoll das Motto der Stiftung „gepflegt leben“ sowie das Potenzial und die Lebensfreude im Alter.
Blick auf aktuelle Herausforderungen
Neben den feierlichen Momenten wurden auch strukturelle Probleme in der Pflegefinanzierung angesprochen. Vorstand Maik Greb verwies insbesondere auf die unzureichende Kompensation gestiegener Tarifkosten seit Anfang 2026. Mit einem Augenzwinkern warb er zugleich für mehr Unterstützung gemeinnütziger Projekte: „Wenn Sie einen Multimillionär kennen, der nicht nur in große Leuchtturmprojekte und unseren erstklassigen HSV investiert, sondern auch sozialen gemeinnützigen Wohnraum fördern möchte, geben Sie gern unseren Namen weiter.“
Der Senatsempfang machte deutlich: Die Hartwig-Hesse-Stiftung verbindet seit 200 Jahren Tradition mit Zukunftsorientierung – und ist ein zentraler Akteur für soziale Verantwortung in Hamburg.
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